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Photo: Sebastian Reiser

Dance for Nothing (revisited)

Performance · Deutschlandpremiere von Eszter Salamon


Im Rahmen von :Love:

Tickets
In der Performance „Dance for Nothing (revisited)“, die als Deutschlandpremiere im Radialsystem gezeigt wird, setzt sich die Choreografin Eszter Salamon erneut mit John Cages „Lecture on Nothing“ (1949) auseinander. Salamon widmete sich diesem Werk, das als einer der wichtigsten Texte der experimentellen Literatur des 20. Jahrhundert gilt, erstmals 2010 in ihrer Soloperformance „Dance for Nothing“ und verband die Worte von Cage mit Bewegung.

Diesmal experimentiert Eszter Salamon mit der Modulation und Transformation körperlicher Gesten und konzentriert sich auf den klanglichen Aspekt von Cages bahnbrechendem Vortrag über Nichts, Leere und Komposition. Sie nutzt dafür eine eigene, frühere Performance, bei der sie Cages Text nach einer verlangsamten Aufnahme der amerikanischen Cellistin und Komponistin Frances-Marie Uitti wiederholte – sozusagen eine Überlagerung von Interpretationen – und schafft so eine auditive Erkundung von Auslegung und Übertragung. Salamons Verschmelzung von Körper, Stimme und Partitur setzt den Rahmen für eine Meditation über die Gleichzeitigkeit von Bewegung und Klang sowie über Interpretation.

„Dance for Nothing (revisited)“ wird im Rahmen der :LOVE:-Kooperation zwischen der Tanzfabrik Berlin und Radialsystem in den Räumen des Radialsystems wiederaufgenommen. Mit der Initiative „Radialsystem ♥ Tanzfabrik“ kooperieren die beiden Institutionen, um gezielt die Präsentationsbedingungen von Tanzschaffenden zu verbessern.

Artist Talk
Im Anschluss an die Performance laden wir zu einem Artist Talk mit Eszter Salamon und Matthias Mohr (auf Englisch) ein.

Am 08.03.2025 zeigen wir in einem Filmscreening „Reappearance“ (2022) und „Sommerspiele“ (2023)“ von Eszter Salamon.

Eszter Salamon

Eszter Salamon(sie/ihr) ist Choreografin, Filmemacherin, Künstlerin und Performerin. Sie lebt in Berlin, Paris und Budapest. Salamon nutzt Choreografie als aktivierende und organisierende Kraft zwischen verschiedenen Medien wie Bild, Ton, Musik, Text, Stimme, Körperbewegung und Aktionen. Seit 2001 hat sie Solostücke und groß angelegte Performances, performative Installationen und Filme kreiert, die international in Aufführungsstätten und Museen gezeigt wurden, darunter das Centre Pompidou Paris, das New Yorker MoMA, das Museo Reina Sofía in Madrid, das MACBA Museu d’Art Contemporani de Barcelona, die Akademie der Künste Berlin, das mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien u.v.a. Ihre Ausstellung „Eszter Salamon 1949“ wurde 2014 im Jeu de Paume in Paris präsentiert. Salamons performative Installation „Study for the Valeska Gert Pavilion“ wurde 2022 auf der 16. Biennale für zeitgenössische Kunst in Lyon präsentiert. Ihr jüngster Film „Sommerspiele“ (2023) wurde in der Akademie der Künste in Berlin uraufgeführt und u.a. 2024 im Centre Pompidou Paris gezeigt. 
Dauer: ca. 45 Minuten 
Pay what you can (10€/15€/20€/25€)

Tickets
Konzept und Tanz: Eszter Salamon 
Musik: John Cage 
Organisation und Produktion: Alexandra Wellensiek 

Eine Veranstaltung von Eszter Salamon, in Zusammenarbeit mit Alexandra Wellensiek/ Botschaft Gbr, Elodie Perrin/ Studio E.S, Institute of Speculative Narration and Embodiment.
Dank an den Grazer Kunstverein, Tom Engels und Lilou Vidal.

Medienpartnerschaften: The Berliner, Rausgegangen, taz – die tageszeitung, tip Berlin.